DEUTSCHLAND-RUNDSPRUCH DES DARC NR. 11/03 VOM 20.03.2003

Redaktion: Jürgen Sapara, DH9JS, vom Amateurfunkmagazin CQ DL


ÜBERSICHT:


Ergebnisse von Distriktswahlen

Béatrice Hébert, DL3SFK, wurde vergangenes Wochenende im Distrikt Württemberg, P, zur Vorsitzenden gewählt. Sie ist damit die erste YL im Amt eines DARC-Distriktsvorsitzenden. Stellvertreter ist Gerhard Hildmann, DJ4LN.

Im Amt bestätigt, wurden durch die Wahlen am 09.03. im Distrikt Hessen, F, Bernd Schneider, DB3PA, und Thomas Beiderwieden, DL3EL, sowie im Distrikt Nordsee, I, Wilhelm Rieger, DF3BO, und Johann-Peter Ritter, DH2BAO.


Noch freie Plätze beim OVV-Seminar

Stehen Sie vor einer Wahl zum Ortsverbandsvorsitzenden oder sind neu in diesem Amt? Dann melden Sie sich zum DARC-OVV-Seminar 2003 an. Es findet vom 28.05.-01.06. in Oberaula statt. Die Anmeldung muss mit dem Distriktsvorsitzenden abgesprochen sein. Behandelt werden Themen zu Vereinsrecht, Versicherung sowie Führung eines Ortsverbandes und Öffentlichkeitsarbeit.


Fernkurs zur Klasse 2

Ab Mitte April bietet das Referat für Ausbildung, Jugendarbeit und Weiterbildung einen Fernkurs zum Amateurfunkzeugnis Klasse 2 an. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Teilnehmer müssen eine gültige eMail-Adresse besitzen, da Lehrbriefe elektronisch versendet werden. Anmeldungen ausschließlich per Briefpost bis zum 01.04. an die Geschäftsstelle zu Händen OM Häfner, DB4DL.

Detaillierte Informationen finden Sie in der Märzausgabe der CQ DL auf Seite 180 sowie im Internet unter www.darc.de/referate/ajw/ausbildung/fernkurs.


Umstellung auf Sommerzeit

In der Nacht von Samstag, dem 29.03., auf Sonntag, dem 30.03., müssen die Uhren eine Stunde von 02:00 Uhr auf 03:00 Uhr vorgestellt werden. Die Differenz zu UTC liegt dann bei zwei Stunden. Bitte denken Sie auch an die Umstellung Ihres Logbuchprogramms, sofern dies nötig ist. Die Sommerzeit 2003 endet am 26.10.


Termine

Am Wochenende 29./30.03. findet der CQ World-Wide WPX-Contest in SSB statt. Die Ausschreibung finden Sie in der CQ DL 3/03 auf Seite 190.

In Oberaula tagt vom 04.-06.04. das Referat Ausbildung, Jugendarbeit und Weiterbildung. Hauptthema ist der in 2002 erschienene Fragenkatalog zur Amateurfunkklasse 1 und 2.


Funkwetterbericht (19.03. de DL1VDL)

Rückblick auf die Solardaten der Woche vom 12.-18.03.:
Die Werte des Flux F betrugen in der Reihenfolge der Wochentage: 138, 134, 139, 131, 129, 124, 118; der 90-Tage-Mittelwert beträgt 137. Die Sonnenfleckenrelativzahl R hatte die Werte 109, 88, 114, 124, 121, 80 und 64. Die Werte für den planetarischen Index Ap lauten: 9, 15, 25, 24, 23, 39, 26.

Die Sonnenaktivität war hoch, Ausbreitungsbedingungen spiegelten dies wider und brachten schöne Verbindungen ins Log. An mehreren Tagen war das 10-m-Band in Nord-Süd-Richtung sowie über den Nordpol in den Pazifik offen. Die niederfrequenteren Bänder ermöglichten QSOs mit allen Kontinenten. Am Abend des 16.03. überraschte eine Radioaurora. Nach langer Zeit wurden am 17. und 18.03. wieder Klasse-X-Flares registriert, die zeitweise zu Totalausfällen auf den transpolaren Funklinien führten. Das gestörte Erdmagnetfeld hatte zwischendurch positive Phasen mit Signalanomalien auf den unteren Bändern. So war am Abend des 17.03. auf 40 m DP1POL aus der Antarktis vor dem dortigen Sonnenuntergang mit lautem Signal zu arbeiten.

Vorhersage bis 26.03.:
Zum Frühlingsanfang werden sich die meisten aktiven Fleckengruppen auf der Sonnenrückseite befinden. Die drei derzeit sichtbaren bleiben aktiv, sodass weitere intensive Flares wahrscheinlich sind. Am 19. oder 20.03. erreicht die Plasmawolke des letzten X-Flares die Erde. Geomagnetische Bedingungen bleiben im Vorhersagezeitraum voraussichtlich unruhig. Auf den unteren Bändern sind alle transäquatorialen Funkwege sehr gut offen, die Ost-West-Ausbreitung dagegen eher mäßig. Alle Bänder oberhalb 10 MHz bleiben interessant, man muss nur die Pausen zwischen den angekündigten Magnetstürmen erwischen.

Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:
Sonnenaufgang: Neuseeland 18:29; Ostaustralien 20:01; Westaustralien 22:22; Japan 21:03; Hawaii 16:40; Alaska 16:16; Südafrika 04:22; Kalifornien 14:11, Tonga 17:45.
Sonnenuntergang: USA-Ostküste 23:01; USA-Westküste 02:05; Brasilien 21:45; Falklandinseln 22:08; Hawaii 04:37; Alaska 04:00; Südafrika 16:26; Neuseeland 06:36, Tonga 05:48.

Funkwetter kurz erklärt von DL1VDL: Flares
Flares sind Erscheinungen auf der Sonnenoberfläche, bei denen kurzfristig gewaltige Energien freigesetzt werden. Registriert werden sie als Bereiche großer Helligkeit und Quellen starker Strahlung, die in einem weiten Frequenzbereich auftritt. Es existieren fünf Klassen von Flares: A, B, C, M und X. Diese unterscheiden sich um jeweils eine Größenordnung, nämlich den Faktor 1.000, in der Intensität.

Beim A-Flare beträgt der Energiefluss im Wellenlängenbereich zwischen 100 und 800 Nanometer weniger als 100 Nanowatt pro Quadratmeter Messfläche. Beim X-Flare ist er größer als 0,1 Milliwatt pro Quadratmeter. Diese kleinen Zahlen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass der bei einem Flare in die Ionosphäre eingekoppelte Energiebetrag im Gigawattbereich liegt.


Ende des Deutschland-RS 11/03 vom 20.03.2003

Archiv-Bearbeitung: DC7XJ

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