DEUTSCHLAND-RUNDSPRUCH DES DARC NR. 12/03 VOM 27.03.2003

Redaktion: Stefan Hüpper, DH5FFL, vom Amateurfunkmagazin CQ DL


ÜBERSICHT:


Europäer unterstützen Erweiterung des 40-m-Bandes

Die Unterstützung für eine Ausweitung des 40-m-Bandes, durch europäische Staaten sowie der IARU, wächst. Aussichtsreich könnte eine Übergangsregelung sein, welche ab 2005 die zusätzliche Nutzung von 7.100 kHz bis 7.200 kHz auf sekundärer Basis vorsieht. In 2009 soll diese Regelung mit der erneuten Hinzunahme von 100 kHz Bandbreite enden, welche nur noch mit festen oder mobilen Diensten geteilt werden müssen. Weltweit einheitlich soll sich daran das Rundfunkband von 7.300 kHz bis 7.550 kHz anschließen. Endgültig wird aber die Weltnachrichtenkonferenz im Juni und Juli in Genf über die Erweiterung des 40-m-Bandes entscheiden.


Wiederholungsprüfungen für Klasse 1 und 2 noch bis Ende Juni

Noch bis zum 30.06. haben Prüflinge die Möglichkeit, ausschließlich Wiederholungsprüfungen für die Klassen 1 und 2 nach dem alten Fragenkatalog abzulegen. Dies teilte Rainer Wilhelm von der RegTP-Außenstelle Bayreuth mit. Der Termin soll in einer Amtsblattmitteilung Anfang April veröffentlicht werden.


Grenzwerte für gesundheitliche Unbedenklichkeit

Ein Mobilfunkmast nahe eines Kindergartens führt nach Überzeugung des Verwaltungsgerichtes Ansbach nicht zu gesundheitlichen Gefahren für Kinder. Sofern die Grenzwerte und Sicherheitsabstände eingehalten werden, besteht nach derzeitigen Erkenntnissen keine Gesundheitsgefahr. Mit dieser Begründung lehnte das Gericht einen Eilantrag der Stadt Fürth ab.


Weitere Ergebnisse von Distriktswahlen

Bei der Wahl im Distrikt Thüringen, X, wurden Gerhard Wilhelm, DL2AVK, als Vorsitzender und Dieter Riedel, DL1AI, als Verbindungsbeauftragter zur RegTP, in ihren Ämtern bestätigt. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Torsten Schlegel, DL4APJ, gewählt. Katrin Proschmann, DL1AXL, ist fortan als Distriktsjugendbeauftragte tätig. Die Mitgliederversammlungen in den Distrikten Westfalen-Süd, O, und Saar, Q, bestätigten den Vorstand für weitere zwei Jahre.


Termine

Mit digitalen Themen des Amateurfunks befasst sich die 19. Internationale Packet-Radio-Tagung am 05.04. in Darmstadt. Vorträge zur Vernetzung von DATV-Systemen, APRS, Funkruf oder Hochgeschwindigkeits-Datenübertragungen auf 10 GHz und 24 GHz stehen auf dem Programm. Eine Anfahrtsbeschreibung zur Technischen Universität Darmstadt finden Sie in der CQ DL 3/03 auf Seite 162.

Am gleichen Wochenende veranstaltet das UKW-Funksport-Referat den DARC UKW-QRP-Wettbewerb. Die Ausschreibungsbedingungen stehen in der Januarausgabe der CQ DL auf Seite 59.


Funkwetterbericht (26.03. de DL1VDL)

Rückblick auf die Solardaten der Woche vom 19.-25.03.:
Die Werte des Flux F betrugen in der Reihenfolge der Wochentage: 108, 97, 91, 89, 93, 98, 109; der 90-Tage-Mittelwert beträgt 132. Die Sonnenfleckenrelativzahl R hatte die Werte 53, 45, 40, 40, 43, 64 und 89. Die Werte für den planetarischen Index Ap lauten: 14, 21, 29, 16, 24, 10, 6.

Der 19.03. bescherte auf 2 m troposphärisch bedingte Überreichweiten nach Schottland. Außerdem gab es fünf Klasse-M-Flares, danach fiel die Sonnenaktivität rapide ab. Am 23.03. wurde mit 89 Einheiten der niedrigste solare Flux seit dem 22.05.1998 gemessen. Seit mehr als drei Sonnenumdrehungen, die jeweils 27 Tage dauern, sind auf der Sonne riesige koronale Löcher sichtbar. Aus ihnen strömt intensiver Sonnenwind. Auf den oberen Kurzwellenbändern waren die Signale aus Ost-West-Richtungen wesentlich leiser als aus Nord-Süd-Richtungen. Die unteren Bänder boten bis zum Wochenende gute Signale aus allen Kontinenten. Beispielsweise war am 21.03. die deutsche Tonga-Expedition A35XM bereits vor dem hiesigen Sonnenuntergang auf 80 m mit lautem Signal zu arbeiten.

Vorhersage bis 02.04.:
Die Sonnenfleckenrelativzahlen und auch die Fluxwerte zeigen steigende Tendenz. Damit erhöhen sich die Chancen für etwas bessere Bedingungen auf den oberen Kurzwellenbändern. Das geomagnetische Feld wird an den meisten Tagen durch den intensiven Sonnenwind gestört sein. Die lautesten DX-Signale auf den oberen Kurzwellenbändern liefern transäquatoriale Funkwege. Auf den unteren Kurzwellenbändern sind zwischen den zufällig einsetzenden geomagnetischen Stürmen gute DX-Möglichkeiten vorhanden, bevorzugt sind auch die Nord-Süd-Richtungen.

Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:
Sonnenaufgang: Neuseeland 18:33; Ostaustralien 20:12; Westaustralien 22:30; Japan 20:50; Hawaii 16:20; Alaska 14:51; Südafrika 03:25; Kalifornien 14:00, Tonga 16:45.
Sonnenuntergang: USA-Ostküste 22:52; USA-Westküste 02:00; Brasilien 21:30; Falklandinseln 22:10; Hawaii 04:33; Alaska 05:13; Südafrika 16:15; Neuseeland 06:36, Tonga 05:34.


Ende des Deutschland-RS 12/03 vom 27.03.2003

Archiv-Bearbeitung: DC7XJ

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