DEUTSCHLAND-RUNDSPRUCH DES DARC NR. 27/03 VOM 10.07.2003

Redaktion: Stefan Hüpper, DH5FFL, vom Amateurfunkmagazin CQ DL


ÜBERSICHT:


CW für Kurzwellenzugang nicht mehr zwingend vorgeschrieben

Die Weltnachrichtenkonferenz 2003 hat unter anderem beschlossen, dass die Betriebsart CW nicht mehr eine zwingende Zugangsvoraussetzung für den Betrieb von Funkamateuren auf Kurzwelle ist. Einige Fernmeldeverwaltungen haben diesen Beschluss bereits kurzfristig in nationales Recht umgesetzt. Der DARC hatte das Votum seiner Mitglieder bei der Vorabstimmung in der nationalen Gruppe, die Deutschland bei der WRC vertreten hatte, nicht durchsetzen können.

Der Beschluss der WRC hat weltweite Bedeutung und auch Auswirkungen auf die CEPT-Regelungen. Der Runde Tisch Amateurfunk wird deshalb in der 29. Woche nach Gesprächen mit den deutschen Behörden berichten, wie die Beschlüsse der WRC in Deutschland umgesetzt werden.

Hinsichtlich des 7-MHz-Bereichs wurden dem Amateurfunkdienst in den Regionen 1 und 3 im Bereich 7.100 bis 7.200 kHz zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten eröffnet. Allerdings muss damit gerechnet werden, dass diese erst 2009 wahrgenommen werden können.

Detailinformationen zur WRC lesen Sie in der Augustausgabe der CQ DL und aktuell unter www.cqdl.de/wrc-d.html, in Englisch unter www.cqdl.de/wrc-e.html.


Höhe der Beitragsbescheide wird nach jeweiligem Aufwand neu berechnet

Aufgrund vieler Nachfragen von Mitgliedern hier eine Erläuterung zur Größenordnung der jetzt fälligen Beitragszahlungen nach TKG und EMVG.

Sie belaufen sich in diesem Jahr nur deshalb auf rund 75,- €, da sie rückwirkend für die vergangenen drei bzw. vier Jahre eingezogen wurden. Künftige Beiträge werden nach dem jeweiligen Aufwand neu berechnet. Sie sind nur für Zulassungen, also Individualrufzeichen, zu entrichten. Weitere Zuteilungen wie automatisch arbeitende Stationen sowie Club- und Ausbildungsrufzeichen sind davon ausgenommen.


1.650 Rufzeichen an der Funkertag-QSO-Party beteiligt

Rund 1.650 Rufzeichen von DA bis DO waren in den 387 eingereichten Logs zum Funkertag vertreten. Der mit 54 Amateurfunkjahren Dienstälteste war Bruno Pultke, DL1EV. Als Dienstjüngster OM vergab Gerd Schulter, DL4UCS, 00, da er die Amateurfunkgenehmigung erst seit März besitzt. Beide funkten auch in CW. Zu den Spitzenreitern hoher Punktzahlen gehörten DKØMIT und DLØANA, sie verteilten 79 bzw. 78 Punkte. Eine detailliertere Auswertung zum Funkertag ist unter www.funkertag.de, in der Packet-Radio-Rubrik <Conteste> und in der nächsten CQ DL-Ausgabe zu finden.


DXpedition zu Desertas Island, AF-046

Vom 23.-27.07. will ein neunköpfiges Team die Insel Desertas aktivieren. Das Eiland befindet sich etwa 700 km westlich von Nordafrika und trägt die IOTA-Nummer AF-046. Der Funkbetrieb soll alle klassischen Bänder und das 6-m-Band in CW, SSB und RTTY abdecken. Man will bevorzugt auf den IOTA-Frequenzen QRV sein.


Termine

Vom 18.-20.07. findet in der Nähe von Regensburg das zweite Regensburger QRP-Treffen - diesmal unter freiem Himmel - statt. Zum Aufenthalt sind Zelte oder Wohnmobile mitzubringen, bei Bedarf kann auch auf Hotels und Pensionen in der Nähe ausgewichen werden. Weitere Informationen und eine Anfahrskizze findet man unter www.u13.de.vu.

Unter dem Motto "QRP an der See" veranstaltet der OV Ahrensburg-Groß Hansdorf, E09, das Norddeutsche QRP-, Selbstbau und Jugendtreffen. Der Termin ist vom 27.-28.09. in Lütjensee. Weitere Informationen unter www.e09.de.


Funkwetterbericht (09.07. de DL1VDL)

Rückblick auf die Solardaten der Woche vom 02.-08.07.:
Die Werte des Flux F betrugen in der Reihenfolge der Wochentage: 135, 132, 140, 142, 130, 133, 131; der 90-Tage-Mittelwert beträgt 124. Die Sonnenfleckenrelativzahl R hatte die Werte 153, 147, 130, 88, 114, 140 und 149. Die Werte für den planetarischen Index Ap lauten: 15, 17, 25, 17, 12, 14, 5.

Im Vergleich zur Vorwoche war die Sonne noch etwas aktiver, was sich in zwei M-Flares äußerte. An fast allen Tagen war das 6-m-Band DX-trächtig. Stundenweise lag am 08.07. die maximal nutzbare Frequenz, MUF, der F2-Schicht über 100 MHz, so gelangen etliche QSOs nach Nordamerika über Mehrfachsprünge. Sporadic-E-Bedingungen belebten auch 10 m und 2 m. Die mittleren Kurzwellenbänder zwischen 7 MHz und 21 MHz erfreuten uns in den Morgen- und Abendstunden mit recht lauten DX-Signalen. Auf 80 m war der atmosphärische Störpegel gering, DX-Verbindungen gelangen vorzugsweise auf den transäquatorialen Funkwegen.

Vorhersage bis 16.07.:
Die Region 397 bleibt weiter verdächtig für M-Flares. Bei Fluxwerten zwischen 115 und 130 erwarten wir etwa gleiche Ausbreitungsbedingungen wie zurzeit. Es besteht eine geringe Wahrscheinlichkeit für weitere 6-m-DX-Öffnungen. Zum bevorstehenden IARU-Contest hoffen wir auf gute DX-Bedingungen und einen niedrigen atmosphärischen Störpegel. Die Chancen für Short-Skip-Bedingungen sind auf allen oberen Bändern gut. Das Team von DAØHQ freut sich auf QSOs auf allen Bändern mit Ihnen in CW und SSB.

Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:
Sonnenaufgang: Neuseeland 19:53; Ostaustralien 21:05; Westaustralien 23:21; Japan 19:50; Hawaii 15:59; Alaska 12:34; Südafrika 05:10; Kalifornien 12:51.
Sonnenuntergang: USA-Ostküste 00:25; USA-Westküste 03:19; Brasilien 21:16; Falklandinseln 19:54; Hawaii 05:11; Alaska 07:36; Südafrika 15:32; Neuseeland 05:05.


Ende des Deutschland-RS 27/03 vom 10.07.2003

Archiv-Bearbeitung: DC7XJ

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