Redaktion: Stefan Hüpper, DH5FFL, vom Amateurfunkmagazin CQ DL
7000 QSOs zum Helgoländer Freundschaftstreffen
Vom 23.03. 03.04. waren 20 Funkamateure aus Hessen innerhalb des Helgoländer Freundschaftstreffens auf der Nordseeinsel Helgoland aktiv. Bereits am 22.03. erfolgte die gemeinsame Anreise nach Cuxhaven mit einer Zwischenübernachtung, bevor es am folgenden Tag mit dem Bäderschiff MS Helgoland weiter auf die Insel ging.
Untergebracht in der Jugendherberge Helgoland wurde im dortigen Atrium eine leistungsfähige Funkanlage für den Kurzwellenbetrieb aufgebaut. Insgesamt kamen acht Antennenanlagen sowie entsprechende Funkgeräte zum Einsatz. Der Betrieb erfolgte unter dem Clubrufzeichen DAØHEL. Es waren zeitweise sieben bis acht Stationen parallel auf unterschiedlichen Bändern aktiv, unterstützt durch Bandfiltertechnik. Die Sendeleistung betrug maximal 100 W. Der Funkbetrieb lief im sogenannten Holiday Style täglich von etwa 06:00 22:00 UTC und ermöglichte trotz begrenzter Sendeleistung eine hohe Betriebseffizienz. Insgesamt konnten so knapp 7000 QSOs in CW, SSB, FT4, FT8 und RTTY ins Logbuch gebracht werden.
Eine besondere Herausforderung stellte ein starker Sturm mit Windgeschwindigkeiten der Stärke 8 bis 9 dar, der die Insel zwischen dem 25. und 27.03. traf. In dieser Zeit mussten Antennen teilweise abgesenkt und der Betrieb eingeschränkt werden. Einzelne Masten wurden durch die Wetterbedingungen beschädigt oder umgelegt. Nach Abklingen des Sturms konnten die Antennenanlagen jedoch wieder instandgesetzt und der Funkbetrieb vollständig aufgenommen werden.
Ein Höhepunkt des Aufenthalts war ein gemeinsamer Tagesausflug zur Düne, an dem vier Teilnehmer der Gruppe teilnahmen. Dort wurde auch zeitweise portabler QRP-Funkbetrieb unter dem Rufzeichen DLØIH durchgeführt. Im Rahmen des Treffens fand außerdem die Jahreshauptversammlung des DARC-Ortsverbands Helgoland (E20) in der Jugendherberge statt. Dabei wurde Ilse Mangelsdorf, DK9XI, für 50 Jahre Mitgliedschaft im DARC geehrt. Die Auszeichnung wurde durch den Ortsverbandsvorsitzenden Rainer Lüdtke, DK4VY, überreicht. Als Gäste nahmen Mitglieder der hessischen Ortsverbände F07, F17, F19 und F31 teil.
Nach intensiven Funk- und Inseltagen trat die Gruppe am 03.04. die Rückreise von Helgoland an. Das nächste Freundschaftstreffen auf Helgoland wird in zwei Jahren im April 2028 stattfinden. Darüber berichten Alex Hitz, DH1TZ, und Michael Pimeisl, DL2FDL.
Ergebnisse von Wahlen in den DARC-Distrikten
Am Samstag, dem 18.04. fanden in mehreren DARC-Distrikten Wahlen innerhalb der Distriktsversammlungen statt. Der Distrikt Nordrhein (R) traf sich in Düsseldorf und bestätigte einstimmig den bisherigen Vorstand. Im Einzelnen sind dies Karlfried Henrichs, DL1EK, Verbindungsbeauftragter zur BNetzA; Peter Kern, DL1EIP, Distriktvorsitzender, und Christian Jansen, DF6EF, stv. Distriktvorsitzender. Im Distrikt Schleswig-Holstein (M) wurde Rolf F. Heide, DL1VH, als Vorsitzender bestätigt. Als neue stellvertretende Distriktsvorsitzende fungieren Eyke Michler, DK7LE, und Andreas Hansen, DK7RCA. Im Distrikt Thüringen (X) wurde der Vorstand mit großer Mehrheit im Amt bestätigt: Distriktsvorsitzender Roland Becker, DK4RC; sowie seine Stellvertreter Rolf Hoffmann, DL2ARH, und Hans-Dieter Bössel, DM3AWE. Zur Versammlung traf man sich in Mühlberg. In Boppard-Bad-Salzig traf sich der Distrikt Rheinland-Pfalz (K) mit Wahlen. Hartmut Schäffner, DF3UX, wurde als DV im Amt bestätigt, wie auch sein Stellvertreter Reinhard Wilfert, DC8WV. Als weiterer neuer stellvertretender DV wurde Ralf Bender, DJ9XX, gewählt.
Am 20.04. wurde der bisherige Vorstand des Distriktes Niedersachsen (H) in seinen Ämtern bestätigt: Oliver Häusler, DH8OH, bleibt somit Distriktsvorsitzender. Als stellvertretender Distriktsvorsitzender wurde erneut Karsten Heddenhausen, DC7OS, gewählt, während Gerald Ulbrich, DD4OI, weiterhin das Amt des zweiten Stellvertreters ausübt. Neu im Vorstand des Distrikts H ist Niels Döbel, DH8ND, der zum dritten stellvertretenden Distriktsvorsitzenden gewählt wurde. Der junge Funkamateur hatte zuvor bereits Verantwortung übernommen und steht aktuell an der Spitze des größten Ortsverbands im Distrikt, dem OV Hannover (H13).
ITU: Handbuch zum Amateurfunk- und Amateurfunksatellitendienst
2014 erschien die letzte Ausgabe, nun die aktualisierte (engl.) Fassung die Rede ist vom Handbuch zum Amateurfunk- und Amateurfunksatellitendienst der Internationalen Fernmeldeunion ITU. Das 44-seitige kostenlose Nachschlagewerk richtet sich primär an Fernmelde-Verwaltungen und Amateurfunk-Organisationen und kann kostenlos über die ITU-Webseite heruntergeladen werden [1]. Es behandelt die Historie, Bandpläne, Notfunk, Aktivitäten, Ausbildung, Experimentalcharakter, Empfehlungen und vieles weitere rund um den Amateurfunkdienst.
Frequenzwechsel bei RADIO DARC
Das Technik-Team von RADIO DARC hat sich dafür entschieden, eine neue Kurzwellen-Sendefrequenz einzusetzen. Ab Sonntag, dem 03.05., wird die Hauptsendung am Sonntag 11:00 Uhr wieder auf 6070 kHz im 49-m-Band zu hören sein. Genutzt werden hierfür die Anlagen des britischen Sendepartners ENCOMPASS aus Woofferton, von wo RADIO DARC bisher auf 9670 kHz zu hören war. Hintergrund dieses Frequenzwechsels ist die Entwicklung der maximalen Grenzfrequenz im Sommer und die stark abnehmende Sonnenflecken-Aktivität.
Dies hat vor allem bei Hörern im Westen Deutschlands in letzter Zeit dazu geführt, dass der Empfang schlecht war, etwa im Ruhrgebiet. Der Wechsel zurück auf die 6070 kHz verspricht stabilere Signale ohne Tote Zone, vor allem während der Sommermonate, aber auch nicht mehr ganz so hohe Feldstärken als bisher. Parallel dazu wird RADIO DARC zu hören sein über Channel292 aus Ingolstadt, von dort wird ab Mai die 9670 kHz genutzt. Alle Hörerinnen und Hörer werden gebeten, ab dem 03.05. die neue RADIO DARC-Frequenz 6070 kHz zu beobachten und Empfangsberichte per E-Mail zu senden [2].
QSO-Party anlässlich des 59. Geburtstags von Handihams
Am kommenden Wochenende feiert der US-amerikanische Verein Handihams seinen 59. Geburtstag. Der Verein engagiert sich für Menschen mit Behinderung, die den Amateurfunk ausüben. Anlässlich des Geburtstages wird auf den Bändern eine QSO-Party vom 24. 26.04. von 19:00 19:00 UTC veranstaltet. Man trifft sich in CW auf 28,050 MHz, 21,050 MHz, 14,050 MHz und 7,050 MHz sowie in SSB auf 28,350 MHz, 21,350 MHz, 14,250 MHz und am obersten Bandende auf 40 m. Weitere Eckdaten zum Event gibt es im Internet [3]. Darüber berichtet Christoph Bungard, DF9WM.
25. 26.04.: SP DX-RTTY-Contest, UKEI DX-Contest und Helvetia-Contest
26.04.: BARTG Sprint 75
01.05.: AGCW-DL-QRP/QRP-Party
02. 03.05.: ARI International-DX-Contest und DARC
VHF-/UHF-/Mikrowellen-Contest
Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des Contest-Referates [dx] sowie mittels der Contest-Termintabelle in der CQ DL 4/26 auf S. 68 und 5/26 auf S. 68.
Funkwetterbericht (21.04. de DL1VDL)
Rückblick vom 14. 21.04.:
Schneller als erwartet erweckte die vergangene Woche den Eindruck, dass wir uns dem
nächsten Sonnenfleckenminimum näher sind als dem jüngsten Maximum. Insgesamt sechs
C-Flares und Fluxwerte um 100 Einheiten prägten die ruhige Sonne [4]. Bis zum Abend des
17.04. war das geomagnetische Feld ruhig. Am 15.04. waren die Kurzwellenbänder über
14 MHz nahezu geschlossen. Am Morgen des 16.04. waren nordamerikanische Stationen nur
auf 40 m laut zu arbeiten, während 20 m australische Stationen über den langen
Weg ins Log brachte. Gute Ausbreitungsbedingungen auf allen Bändern bis 15 m gab es
dann in der positiven Störungsphase am 17.04. Auf 18 MHz war beispielsweise T31TTT
in CW leicht zu arbeiten. Seit dem 18.04. sorgte intensiver Sonnenwind aus einem großen
koronalen Loch für ein ziemlich ruppiges Erdmagnetfeld, hohe Dämpfung und abgesenkte
MuF2-Werte. Die in Juliusruh ermittelte MuF2 betrug am 21.04. nachts 7 bis 9 MHz, zum
lokalen Sonnenaufgang 10 MHz, zwei Stunden später etwa 13 MHz und tagsüber
18 MHz [5].
Vorhersage bis 28.04.:
Momentan sind vier Sonnenfleckengruppen sichtbar [4]. Wir erwarten überwiegend C-
Flares. Sie sind zu 75 % wahrscheinlich, M-Flares dagegen nur zu 10 %. Der
solare Flux-Index steigt bis etwa 125 Einheiten. Das Erdmagnetfeld wird überwiegend ruhig
sein mit k-Werten von 2 bis 3. Die DX-Bedingungen auf den Bändern unter 14 MHz
bleiben in den Dämmerungszeiten interessant, vor allem auf 30 und 40 m. 20 und
17 m sind die günstigsten DX-Bänder tagsüber, während 15 m manchmal
vormittags nach Fernost öffnet, ansonsten nach Süden hin.
Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:
Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 18:51; Melbourne/Ostaustralien 20:51;
Perth/Westaustralien 22:41; Singapur/Republik Singapur 22:59; Anchorage/Alaska 14:17;
Johannesburg/Südafrika 04:26; Tokio/Japan 20:01; Honolulu/Hawaii 16:07; San
Francisco/Kalifornien 13:27; Port Stanley/Falklandinseln 10:52; Berlin/Deutschland 03:56.
Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 23:41; San Francisco/Kalifornien 02:51; Sao
Paulo/Brasilien 20:47; Port Stanley/Falklandinseln 20:59; Honolulu/Hawaii 04:52;
Anchorage/Alaska 05:34; Johannesburg/Südafrika 15:46; Melbourne/Ostaustralien 07:46;
Auckland/Neuseeland 05:48; Berlin/Deutschland 18:15.
Verzeichnis der Internetadressen
[1] handle.itu.int/11.1002/pub/82933112-en
[2] radio@darc.de
[3] https://handiham.org/wordpress1/2026/03/29/handiham-program-59th-anniversary-qso-party
[4] https://www.solen.info/solar
[5] https://giro.uml.edu/ionoweb
[dx] https://www.darc.de/referate/conteste
Ende des Deutschkand-RS 16/26 vom 23.04.2026
Archiv-Bearbeitung: DC7XJ
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